DWARF 3
Der DWARF 3 von DWARFLAB ist das Teleskop, mit dem meine Bilder entstehen. Er ist ein sogenanntes Smart-Teleskop: Optik, Kamera, Nachführung und Computer stecken in einem handlichen Gehäuse, gesteuert wird alles per App. Statt durch ein Okular zu schauen, entsteht das Bild direkt auf dem Handy und wird mit jeder Aufnahme besser.
Auf einen Blick
| Hersteller | DWARFLAB, auf dem Markt seit 2024 |
|---|---|
| Teleobjektiv | 35 mm Öffnung, 150 mm Brennweite, Öffnungsverhältnis f/4,3 (wie ca. 737 mm an einer Vollformatkamera) |
| Kamera Tele | Sony IMX678 STARVIS 2, 1/1,8 Zoll, 8,3 Megapixel (3840 × 2160), 2 µm Pixel |
| Kamera Weitwinkel | 1/2,8 Zoll, 2 Megapixel, ca. 45 mm Kleinbild-Brennweite |
| Bildfeld Tele | ca. 2,9° × 1,7°, also etwa sechs Vollmondbreiten |
| Filter eingebaut | VIS (430 bis 650 nm), Astro (440 bis 690 nm) und Dual-Band für H-Alpha und OIII |
| Sonnenfilter | magnetisch, im Lieferumfang |
| Montierung | azimutal mit GoTo und Nachführung, zusätzlich ein äquatorialer EQ-Modus |
| Belichtung | Einzelbilder bis 60 Sekunden, Live-Stacking, 2×2-Mosaik |
| Dateiformate | JPG, PNG, TIFF und FITS für die eigene Bearbeitung |
| Akku | fest eingebaut, bis ca. 5,5 Stunden Astrofotografie, Laden über USB-C |
| Größe und Gewicht | ca. 223 × 65 × 142 mm, rund 1,3 kg |
| Robustheit | IP54 (Staub und Tau), −20 bis 45 °C |
| Stativ | 1/4-Zoll-Fotogewinde, ein Stativ ist nicht dabei |
| Lieferumfang | Teleskop, Sonnenfilter mit Schutzbeutel, USB-C-Kabel, Tragetasche, Reinigungstuch |
Angaben laut Hersteller und Händlern, Stand Oktober 2026. Der Hersteller verbessert den DWARF regelmäßig per Software-Update.
So entsteht ein Bild
Das Besondere am DWARF 3 ist, dass er die schwierigen Schritte der Astrofotografie selbst erledigt. Vom Auspacken bis zum ersten Bild vergehen oft nur wenige Minuten.
- AufstellenAuf ein stabiles Fotostativ schrauben, möglichst waagerecht ausrichten und das Handy per WLAN mit der App verbinden.
- KalibrierenDer DWARF fotografiert ein Stück Himmel, erkennt die Sterne und weiß danach genau, wohin er schaut.
- Ziel wählenIm Sternatlas der App ein Objekt antippen. Die Montierung fährt es automatisch an und führt nach.
- Belichten und stapelnViele kurze Einzelbilder werden live übereinandergelegt. Das Rauschen nimmt ab, Details kommen hervor.
- NachbearbeitenDas Ergebnis direkt teilen oder die Rohdaten am Rechner weiterbearbeiten, etwa mit dem kostenlosen Programm Siril.
Sonne, Mond und mehr
Sonne
Mit dem magnetischen Sonnenfilter vor den Objektiven zeigt er Sonnenflecken und Granulation. Die Sonnenscheibe füllt etwa ein Fünftel der Bildbreite.
Mond
Kein Filter nötig, schon kurze Belichtungen reichen. Bei unruhiger Luft lohnt es sich, viele Bilder zu machen und die schärfsten auszuwählen.
Deep Sky
Seine eigentliche Stärke: Nebel, Galaxien und Sternhaufen. Mit dem Dual-Band-Filter gelingen Emissionsnebel sogar unter aufgehelltem Stadthimmel.
Stärken und Grenzen
Das gefällt
- Klein und leicht, passt in jeden Rucksack
- Einfache Bedienung, erste Bilder nach wenigen Minuten
- Live-Stacking zeigt das Bild direkt auf dem Handy
- EQ-Modus für längere Belichtungen ohne Bilddrehung
- Sonnenfilter im Lieferumfang
- Zwei Kameras: Tele und Weitwinkel
Das sollte man wissen
- Kleine Öffnung von 35 mm, Details sind begrenzt
- Planeten erscheinen nur als winzige Scheibchen
- Sonne und Mond füllen nur einen Teil des Bildes
- Akku fest verbaut, bei Kälte kürzere Laufzeit
- Kein Stativ im Lieferumfang
- WLAN-Reichweite begrenzt
Meine Erfahrungen
Hier erzähle ich bald von meinen ersten Nächten mit dem DWARF 3: was gut klappt, was ich anders machen würde und welche Einstellungen ich für Sonne und Mond nutze.
Der DWARF 3 auf YouTube
Wer das Teleskop in Aktion sehen möchte, findet auf YouTube ausführliche Tests und Anleitungen. Das sind meine Empfehlungen, auf Deutsch und auf Englisch.
Noch mehr Videos: DWARF 3 und die Sonne · DWARF 3 und der Mond
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Sicherheit zuerst: Bevor der DWARF 3 die Sonne anfährt, muss der Sonnenfilter sitzen. Ohne Filter kann das gebündelte Licht den Sensor beschädigen, und ein Blick durch ungefilterte Optik schadet den Augen.